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Warum? Warum? Warum?
Wir wohnen als Menschen in einem Haus. Eine geniale Architektur liegt dem Gebäude zugrunde, es ist fantastisch eingerichtet und bietet alles, was sich des Menschen Herz nur wünschen kann - viel Raum, fließendes Wasser, Wärme, Licht, Schutz, Geborgenheit, Entfaltung... Allerdings ist dieses Haus in einem extrem desolaten Zustand: Es ist dreckig - so furchtbar dreckig, dass man sich schon beim bloßen Aufenthalt sofort tödlich infiziert. Überall türmt sich stinkender Müll. Es ist dunkel - alle Lampen sind kaputtgetreten und die Fenster vernagelt. Es ist kalt - die Verbindung zur Fernwärme ist schon lange abgeklemmt. Die Wasserrohre werden aus verseuchten Flüssen gespeist und die Treppen und Stockwerke drohen einzubrechen...
Nun sagt der Mensch: "Gott, was soll das? Wir sehen, im Grundbuch bist du als Eigentümer dieses Hauses eingetragen...?! Warum setzt du uns in so ein Dreckloch? Warum lässt du Kälte, Krankheit und Tod zu? Warum strafst du uns mit so einer Welt - soll das dein Ausdruck von Liebe sein?"
Doch wer dieses besagte Grundbuch studiert, wird herausfinden, dass Gott nicht nur Eigentümer des Hauses ist, sondern darin auch einige Tipps zum sinnvollen Gebrauch des Hauses gab. Allerdings wurde diese "Hausordnung" nicht sonderlich beachtet. Oder vielmehr gar nicht. Obwohl schon allein die Beachtung der Präambel alles gerettet hätte: Danach hätte man Gott nur uneingeschränkten Einlass ins Haus gewähren sollen und er hätte jederzeit den Müll raus gebracht, aufgeräumt, geputzt, die Strom- und Heizungsrechnungen beglichen etc. Aber die Mieter wollten das lieber unter eigener Kontrolle haben. "Das können wir selber - wir lassen uns nicht in unsere Wohnungen schnüffeln!" Und genau deshalb sieht es um dieses Haus so schrecklich, ja lebensverachtend und tödlich aus.
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